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Ben

Date mit einem Supermodel: MX 300fi Fahrbericht

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Girls, girls, girls, manchmal alles nicht so einfach mit ihnen. Da hat man zwei nette Italienerinnen zum Spielen bereit stehen, aber irgendwie gibts doch immer noch die heiße Dritte, die einem den Kopf verdrehen könnte. So sitze ich also gestern spät abends nach getaner Arbeit so da und schaue auf meinen digitalen Spionageapparat um eine Nachricht von Supermotostores Andre zu erblicken. "bin morgen in Walldorf, willst du 300fi fahren?".

Der mentale Tagesablauf war ab diesem Moment Kirmes fahren. Und zwar im Twister. MX 300fi. Ich. Oh baby, frag mich nicht zweimal! Ich musste das irgendwie in meinen Tagesablauf quetschen. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen! Nur wie? Ich musste mich entscheiden. Entweder ab nach Walle auf die Strecke das italienische Luder reiten und 3 Äonen auf Sex verzichten, oder vernünftig sein und erstmal in Ruhe nach Hause kommen, Zeit mit der Familie verbringen und abends dann gemeinsame Zeit zu verbringen. Schnell lud ich also meine Motocross Klamotten ins Auto und staubte los.

In Walle angekommen stand sie schon da, die Schöne. Direkt vor dem Supermotostore Transponator. Was für ein schniekes Ding! Ein paar Goodies waren auch dran, ein bisschen ZETA Fräskram hier, Eloxierzeug da, Kohlefaser Bremsscheibenschutz dort. Kurz geschnackt, gecheckt obs Gas auch rechts ist und dann Kicker ausgeklappt und... den Kicker wieder eingeklappt, weil das Ding n E-Start hat. Ach herrje, ne Mädchenknopf! Der Scheiss is aber mal sowas von kommod, herrlich. Drückte druff und schon brummt der Mischer.

Zu den Fahreindrücken sei erwähnt, dass mein Fahrskill sich absolut auf überschaubarem Niveau befindet. Ich bin der totale Wochenendkrieger, der nur zum Spaß im Dreck spielt und abends heil nach Hause kommen will. Nur damit ihr die folgenden Eindrücke einordnen könnt. So war es also, dass ich mein Bein über die ziemlich typisch italienisch daherkommende TM schwang. Alles war an seinem Platz, ich fühlte mich sofort wohl. Der Motor lief manierlich, das Getriebe ließ sich butterdotterweich schalten und die Kupplung wirklich spielend betätigen. Das könnte was werden.

Auffällig war, dass der Motor, trotz "nur" 300 Kubikzentimetern, schön fleischig daher kommt. Unten rum schiebt er für mich ausreichend gut, das Drehmoment gefile mir und half mir mich gleich zurecht zu finden. Überraschungen gab es keine großen im Drehzahlverlauf. Unten herum und mittig fleischig mit gutem Vortrieb, so dass man nicht 2t mäßig zwischen Rückwärtsfahren und Kanonenkugelbeschleunigung tänzeln musste. Ab Mitte gab es nochmal ne ordentliche Feuershow bis zum Drehzahllimit. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass mir Leistung fehlen würde. Ein wirklich begeisternder Motor mit benutzbarer Leistungsentfaltung, vor allem für so Hoschis wie mich. Ein schnellerer Fahrer hätte das Ding natürlich mehr ausgequetscht, aber ich war glücklich damit.

Das Handling lässt sich als ziemlich neutral beschreiben. Beim Springen ist alles gut händelbar und kommt ohne Überraschungen daher. Schnell konnte ich mich darauf einstellen das Drehzahlband so zu nutzen, um ordentlich um den Kurs zu kommen. Wie toll das im Zusammenspiel mit dem Motor war bemerkte ich ab dem 2. Turn. Nun wusste ich ja schon ein bisschen Bescheid über den Bock. Schon ging alles spielerischer und runder. Das Chassis zusammen mit dem Mapping und dem Motor gefielen mir sehr gut. Ich habe keine vergleichbare 250er gefahren, aber hier denke ich, dass das Extra an Drehmoment nur positiv für weniger versierte Fahrer sein wird.

Was mir nicht so gut gefallen hat war die Bereifung und/oder das Fahrwerkssetting. Ich hatte hinten gefühlt viel weniger Grip als mit meiner 125er, die auf frischen Bridgestone rollt. Andres 300fi hatte vorne Pirelli Scorpion aufgezogen und hinten einen Gibson Reifen, der irgendwie merkwürdig agierte. Der hatte schon 3 Stunden auf dem Buckel, begann dann aber nach 2 Stunden fahren heute Stollen von sich zu werfen. Auch an einigen Stellen merkte man, dass das Gummi wenig Grip aufbauen konnte. Da würde ich, wenns mein Hobel wäre, andere Reifen aufziehen. Vor allem weil Walldorf ja eher Mischboden fernab von Hartboden ist. Meine Idee wäre noch gewesen etwas weniger Druckstufe am Federbein zu fahren. Vorne hätte ich auch etwas weniger Dämpfung gebraucht, es wirkte doch alles recht straff. Aber hey, nicht mein Bike, nicht abgestimmt auf mein Joe Slow Popometer, deswegen keine große Sache.

Mein Fazit zu diesem Erlebnis:

Absolut klasse! Ich fands richtig cool. Das Ansauggeräusch klingt anfangs etwas merkwürdig, aber nach dem dritten Turn hatte ich mich dran gewöhnt. Das Chassis gefällt mir sehr, der Motor ist richtig cool. Alles drumherum, die fette Bremse, die hydraulische Kupplung, die Sitzposition, all das fühlte sich einfach richtig an. Ändern würde ich wie beschrieben die Bereifung und vielleicht ein paar Clicker am Fahrwerk. Sonst nüschte. Ob man den E-Starter braucht? Weiß nicht, ich glaub ich würde auch einen kaufen wenn ich die Wahl hätte. Tolles Bike und definitv eine tolle Erfahrung!

Hier noch schnell und unverfroren ein Link zu Supermotostore für die coole Aktion. Voll Schleichwerbung, ey!

 

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Du solltest Bücher schreiben, hast nen geilen und kurzweiligen Schreibstil? Das Moped ist natürlich auch klasse!

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